Schüsse auf Briefmarken!!!

Ja, so etwas gab es in der Tat und zwar am 3. Mai 2017 in Berlin, als der Bundesfinanzminister Dr. Schäuble die neuen Sporthilfe-Zuschlagsmarken der Öffentlichkeit vorstellte.

 

 

 

In seiner Rede erinnerte er daran, welchen Beitrag die Sammler (und andere Käufer) durch den Erwerb dieser Zuschlagsmarken in den  50 Jahren Deutsche Sporthilfe für die Unterstützung unserer Sportler geleistet haben.

 

Und in der Tat sollte man nicht an überbezahlte Profi-Fußballer denken, die einer solchen Unterstützung wahrlich nicht bedürfen, sondern an jene Spitzensportler, die oft Beruf/Studium und Sport unter einen Hut bringen müssen und deren Wettkämpfe mitunter selten auf den TV-Kanälen zu sehen sind. Über die Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften wollen wir uns aber dann doch freuen können...

Traditionell gibt es auch „Anschauungsunterricht“ bei der Übergabe der Sporthilfe-Marken, für den diesmal zwei Sportler – korrekter: eine Sportlerin und ein Sportler – sorgten, beide im Bogenschießen Spitze. Lisa Unruh lieferte mit ihrer Silbermedaille ihren Beitrag zur guten Bilanz des deutschen Teams in Rio im vergangenen Jahr, und das in einer Sportart, in der deutsche Teilnehmer noch nie eine olympische Einzel-Medaille erkämpfen konnten. Dabei hatte sie sich erst in allerletzter Minute noch für Rio qualifiziert. Der nicht-olympischen Erfolge ließen sich noch mehr anfügen.

Nach interessanten Informationen von ihrem Mannschaftskollegen Eric Skoeries zum Sportgerät, einem Recurve-Bogen, folgte die Tat. Im Gegensatz zum Wettkampf über (mindestens) 30 m waren hier nur 9 m zu überwinden. Und die Zielscheiben? Dazu wurden die drei neuen Sporthilfe-Marken gewählt – und mit viel Applaus der anwesenden Offiziellen und Philatelisten getroffen – eigentlich ein Pardoxon!

 

Abstempelung  der besonderen Art (hier möchte man nicht von Entwertung sprechen): mit einem Pfeilschuss durch die Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016, Lisa Unruh.  Die Schützin hat dann noch wunschgemäß mit ihrem Kürzel die Echtheit bestätigt…

 

Und natürlich war es eine Gelegenheit für die angereisten Philatelisten, sich über ihre Themen auszutauschen.

Philatelistische Gesprächsrunde unter dem Slogan "Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist sie zu erfinden."